Etagenbett: Ab welchem Alter ist es wirklich sicher? Die wichtigsten Infos für Eltern

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Etagenbett: Ab welchem Alter ist es wirklich sicher? Die wichtigsten Infos für Eltern
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Inhaltsverzeichnis

Die Frage, ab wann man seinem Kind endlich den Traum vom Etagenbett erfüllen kann – gerade wenn Geschwisterchen ein Zimmer teilen – ist für viele Eltern super wichtig. Klar, ein Etagenbett ist toll, aber Sicherheit geht vor! Und eins ist sicher: Nicht jedes Kind ist sofort bereit für die obere Etage, vor allem nicht ohne Bedenken. Das Alter spielt da eine riesige Rolle, weil es eben eng mit der Entwicklung zusammenhängt. Glücklicherweise gibt es klare Empfehlungen von echten Experten – Kinderärzte, Sicherheitsspezialisten – basierend auf Studien und echten Unfallstatistiken. Damit ihr wisst, worauf es ankommt, um Unfälle mit Etagenbetten zu vermeiden.

Die klare Ansage: Ab 6 Jahren auf die obere Etage!

Experten und die geltenden Normen sind sich da einig: Die obere Etage eines Etagenbettes ist für Kinder erst ab mindestens 6 Jahren wirklich sicher. Warum? Ganz einfach: Bis dahin fehlen vielen Kindern oft noch die nötige Geschicklichkeit und das Bewusstsein für Gefahren, um die obere Etage sicher zu meistern. Das hat auch eine ziemlich eindrückliche Studie der Universitätsmedizin Leipzig gezeigt. Die haben sich zwischen 2014 und 2021 die Daten von 162 verletzten Kindern angeschaut. Und siehe da: Ein großer Teil der Verletzungen passierte bei jüngeren Kindern. Wenn wir uns also strikt an die 6-Jahres-Regel halten, könnten viele dieser schlimmen Unfälle vermieden werden. Die Altersfreigabe ist hier wirklich der Dreh- und Angelpunkt für die Sicherheit.

Ein Etagenbett mit seiner erhöhten Schlafebene ist für Kinder, die motorisch noch nicht ganz auf der Höhe sind, einfach eine Herausforderung. Das Hoch- und Runterklettern erfordert Koordination und Vorsicht – Dinge, die kleine Kinder oft noch nicht so gut draufhaben.

Warum sind die Kleineren so gefährdet?

Kinder unter sechs Jahren sind einfach anfälliger für Unfälle mit Etagenbetten. Ihr Körper und Geist sind noch mitten in der Entwicklung. Das bedeutet, bestimmte Fähigkeiten sind noch nicht voll ausgeprägt. Dazu gehören vor allem die motorischen Fähigkeiten: Balancieren, Klettern, präzise Bewegungen – das alles ist noch im Aufbau. Genauso wichtig: Das Risikobewusstsein. Jüngere Kinder können die Gefahr eines Sturzes aus großer Höhe noch nicht richtig einschätzen.

Die Studie aus Leipzig bestätigt das: Bei Kindern bis drei Jahre endeten 45 % der Unfälle mit Knochenbrüchen. Bei den Drei- bis Fünfjährigen waren es sogar 50 %! Das sind harte Zahlen, die zeigen, dass die physischen und geistigen Fähigkeiten in diesem Alter einfach noch nicht ausreichen, um das Sturzrisiko sicher zu managen. Die untere Etage ist zwar sicherer, aber auch da muss man aufpassen. Die Höhe und die Gefahr eines Sturzes werden einfach unterschätzt, und ein kleiner Moment der Unachtsamkeit kann schon reichen.

Etagenbett: Ab welchem Alter ist es wirklich sicher? Die wichtigsten Infos für Eltern

Vorsicht: Auch größere Kinder können sich verletzen!

Man könnte meinen, ab 6 Jahren sei die Gefahr vorbei, aber ganz so einfach ist es nicht. Tatsächlich steigen die Unfallzahlen und vor allem die Brüche bei den Sechs- bis Neunjährigen oft sogar an. Der Grund: In diesem Alter wird das Etagenbett oft zur Spielburg umfunktioniert. Richtiges Klettern, Springen und Toben auf und um das Bett herum birgt eben erhebliche Risiken.

Die Studie der Uniklinik Leipzig zeigt das auch: In der Altersgruppe von sechs bis neun Jahren stieg der Anteil der Unfälle mit Brüchen auf bis zu 60 %! Erst ab zehn Jahren, wenn das Risikobewusstsein deutlich besser entwickelt ist, sinken die Bruchraten wieder auf etwa 30 %. Das zeigt: Das Alter allein ist nicht alles. Verantwortung und die Fähigkeit, Gefahren einzuschätzen, spielen eine riesige Rolle.

Aber es gibt noch andere Gefahren bei Etagenbetten: Die Stabilität der Konstruktion, Einklemmgefahren zwischen den Bettteilen oder sogar Strangulierungsrisiken durch Schnüre. Deshalb sind praktische Tipps unerlässlich, um auch bei älteren Kindern Risiken zu minimieren.

Was sagen die Normen und Zertifikate?

Damit Kinder sicher im Etagenbett schlafen können, gibt es strenge Regeln. Die wichtigsten sind die europäischen Normen DIN EN 747-1 und DIN EN 747-2. Diese legen ganz genau fest, wie ein Etagenbett beschaffen sein muss: sicher, stabil und langlebig. Ohne diese Standards dürften Betten in der EU gar nicht verkauft werden.

Die DIN EN 747-1 schreibt zum Beispiel vor, dass Schutzgitter auf der oberen Etage mindestens 16 cm hoch sein müssen – besser sind 30–40 cm über der Matratze. So soll verhindert werden, dass Kinder im Schlaf herausfallen. Die Leiter muss absolut stabil und rutschfest sein. Außerdem müssen Etagenbetten einiges aushalten können, oft über 120 kg. Alle Kanten sollten abgerundet sein und die Materialien dürfen keine Schadstoffe enthalten. Dafür gibt es Siegel wie das GS-Zeichen (Geprüfte Sicherheit).

Hersteller müssen außerdem klar darauf hinweisen, dass die obere Etage nichts für Kinder unter 6 Jahren ist. Die Einhaltung dieser Normen ist das A und O für die Sicherheit.

Praktische Tipps für euch Eltern: So wird’s richtig sicher!

Die Sicherheit eures Kindes im Etagenbett hängt nicht nur vom Bett selbst ab, sondern auch davon, wie es genutzt wird und welche zusätzlichen Vorsichtsmaßnahmen ihr trefft. Ihr als Eltern seid hier die wichtigsten Sicherheitsbeauftragten!

Hier ein paar entscheidende Tipps:

  • Das ältere Kind immer nach oben: Das ist die goldene Regel. Das jüngere Kind hat auf der oberen Etage nichts verloren, egal wie reif es scheint.
  • Leiter sichern: Wenn ihr verhindern wollt, dass die Kleinen heimlich nach oben klettern, kann es sinnvoll sein, die Leiter tagsüber abzubauen oder irgendwie zu sichern.
  • Auf Schutzgitter achten: Stellt sicher, dass euer Etagenbett mindestens zwei stabile Schutzgitter auf der oberen Ebene hat, die hoch genug sind und fest sitzen.
  • Das Umfeld gestalten: Ein weicher Teppich im Kinderzimmer kann einen Sturz abfedern. Achtet auch auf genügend Abstand zu Fenstern, Heizkörpern und Steckdosen.
  • Regelmäßige Kontrolle: Schaut immer mal wieder nach, ob alle Schrauben und Verbindungen noch fest sind. Eine Wandverankerung kann zusätzliche Sicherheit bieten.
  • Keine Spielzone: Macht euren Kindern klar: Das Etagenbett ist zum Schlafen da, nicht zum wilden Spielen und Rumspringen.
  • Schadstofffreie Materialien: Achtet auf Siegel wie das GS-Zeichen und die REACH-Verordnung. So stellt ihr sicher, dass keine schädlichen Chemikalien drin sind.

Mit diesen Maßnahmen wird das Etagenbett hoffentlich ein sicherer und geliebter Rückzugsort für eure Kinder.

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Kurz und knapp: Die wichtigsten Punkte für ein sicheres Etagenbett

Das Wichtigste zuerst: Die obere Etage ist erst ab 6 Jahren sicher für Kinder. Diese Empfehlung stützen Experten, Studien und Normen wie die DIN EN 747-1/2. Bei jüngeren Kindern ist das Risiko von Unfällen wegen mangelnder motorischer Fähigkeiten und fehlendem Gefahrenbewusstsein viel zu hoch.

Wichtige Sicherheitsmerkmale wie hohe Schutzgitter, eine stabile Leiter und eine solide Konstruktion sind ein Muss. Achtet auf entsprechende Zertifikate. Und ganz wichtig: Ihr als Eltern müsst die praktischen Sicherheitstipps befolgen, damit das Etagenbett ein sicherer Ort bleibt.

FAQ

Ab wann dürfen Kinder auf der oberen Etage eines Etagenbettes schlafen?

Experten und die Normen DIN EN 747-1 sagen klar: Kinder unter 6 Jahren gehören nicht auf die obere Etage. Auch wenn ein Kind sehr reif wirkt, ist das Risiko wegen der noch nicht voll entwickelten Motorik und des geringen Risikobewusstseins zu groß.

Was sind die häufigsten Verletzungen bei Unfällen mit Etagenbetten?

Meistens sind es Knochenbrüche, vor allem am Unterarm, Schlüsselbein und Oberarm. In etwa 6 % der Fälle erleiden Kinder auch Schädelfrakturen. Die meisten Unfälle passieren durch Stürze direkt aus dem Bett.

Ist ein Etagenbett mit Schutzgittern immer sicher?

Schutzgitter sind super wichtig, aber sie allein machen das Bett nicht automatisch sicher. Die Gitter müssen den Normen entsprechen (mindestens 16 cm, besser 30–40 cm hoch über der Matratze) und das Kind muss die 6 Jahre für die obere Etage erreicht haben.

Ist das untere Bett eines Etagenbettes für Babys sicher?

Das untere Bett ist generell sicherer. Für Babys und Kleinkinder ist ein Etagenbett aber generell keine gute Idee. Für ruhige Kinder ab etwa 2–3 Jahren könnte die untere Etage unter Aufsicht und mit zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen in Frage kommen, aber meistens wird für beide Etagen das Mindestalter von 6 Jahren empfohlen.

Wo finde ich Informationen zur Sicherheit eines Etagenbettes beim Kauf?

Schaut euch die Produktbeschreibung und die Anleitung des Herstellers genau an. Achtet auf Hinweise zu den Normen (DIN EN 747-1) und Zertifikaten wie dem GS-Siegel. Die Kennzeichnung am Produkt gibt ebenfalls Aufschluss über die Sicherheit.

Kategorie: Tipps für Eltern

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